Besichtigung Verkehrsleitzentrale und Polizeipräsidium

Auch in diesem Jahr lud die UBV Sauerlach wieder zu einem interessanten Veranstaltungstag ein.

 

17 Teilnehmer fuhren am 26.10.2019 mit S- / U- Bahn und Bus zur Münchner Verkehrsleitzentrale in die Schragenhofstr., dem Hirn der Münchner Straßen. Hier wurden wir vom technischen Betriebsleiter, Hrn. Stiegler in Empfang genommen und in einem kurzen Begrüßungsgespräch darauf aufmerksam gemacht, dass wir künftig mit einem anderen Blick und Empfinden durch München gehen und fahren werden. Man hat immer im Hinterkopf, dass es eine Stelle gibt, die bei Problemen sofort steuernd eingreift.

 

 

Herr Stiegler führte uns anschließend durch verschiedene Werkstätten, wie die Elektroabteilung und die Schlosserei, in der, wenn es pressiert Lichtmasten auch selbst hergestellt und repariert werden können. Interessant war auch der Bereich, wo Verkehrs- oder Hinweisschilder selbst produziert werden. Das alles tritt natürlich nur in Kraft, wenn nach Unfällen schnell reagiert werden muss. Ansonsten wird der gesamte Bedarf in größeren Mengen bei den Herstellern geordert.

 

Am interessantesten war natürlich die riesige, 17m lange Monitorwand. 1.100 Ampeln, 96.000 Staßenleuchten und 2,5 Mio. Autos täglich, wie lässt sich das alles koordinieren? Ein Team aus Mitarbeitern vom Baureferat, Kreisverwaltungsreferat und Polizei beobachtet und lenkt von hier aus alle wichtigen Straßen der Landeshauptstadt, vor allem den Mittleren Ring mit seinen Tunnels. Störungen, bzw. Unfälle werden mittels eines automatischen Videosystems sofort an die Einsatzzentrale gemeldet, die dann ihrerseits Polizei, Entstörtrupps und Radiostationen verständigt. Der große Vorteil dieser Zentrale ist die Kommunikation: kurze Wege – schnelle Entstörung. Für uns Teilnehmer war das alles hoch interessant und sehr beeindruckend.

 

Herzlichen Dank an unser Mitglied Claus Fastner, der uns diesen Besuch vermittelte!

 

 

Nach 2 Stunden ging’s wieder zurück ins Zentrum von München, ins Polizeipräsidium in der Ettstraße.

Hier empfing uns der Polizeibeamte Klaus Hufsky (Mitglied der Argeter Blaskapelle), der uns mit dem Paternoster, für manche eine absolute Herausforderung, in die Räume der Notrufzentrale führte.

 

Zur Einführung wurde uns ein kurzer Film vorgeführt, der uns in einer Spielszene zeigte wie die Notrufzentrale funktioniert. Von der Eskalation auf der Straße über den Anruf der Notfallnummer 110 bis zur Deeskalation durch die Polizeistreife.

 

Anschließend wurden wir in die Notrufzentrale geführt, wo wir live miterleben konnten, wie Beamten die Notrufe an den Telefonen und Monitoren bearbeiteten. Hier nehmen die Beamten, die mindestens 3 Jahre Erfahrung im Streifendienst haben müssen, die Notrufe entgegen und steuern, entsprechend der Gefahrenlage, die Einsatzwagen. An einer Monitorwand sind alle Streifenwagen, entsprechen des Einsatzstatuses, farblich gekennzeichnet. Der Einsatzleiter weiß somit immer, welchen Wagen er zu dem Einsatzort schicken kann. Auch hier war fotografieren nicht erlaubt.

 

Nach gut einer Stunde war die Führung beendet und die meisten von uns kehrten zum Ausklang noch auf eine Halbe mit Brotzeit beim Augustiner Klosterwirt ein.

 

 

Auch hier einen herzlichen Dank an Klaus Hufsky, dass er uns ein klein wenig, was keine Selbstverständlichkeit ist, hinter die Kulissen des Polizeipräsidiums blicken ließ! Alle Teilnehmer waren begeistert von den zwei Veranstaltungen und sind schon neugierig, was im nächsten Jahr angeboten wird.

 

Text und Fotos: Claus Koch

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